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Märkische Allgemeine Zeitung vom 02. April 2001

Zwei Museen unter einem Dach
Rangsdorf: Bücker-Exponate und Eissegel-Geschichte wieder zugänglich

RANGSDORF . Seit Sonnabend haben Eissegel-Museum und Bücker-Museum in Rangsdorf einen festen Platz. Beide Ausstellungen sind im neuen "Seebad-Casino" untergebracht. Dort werden sie erst einmal 15 Jahre lang mietfrei bleiben können. Möglich wurde das aufgrund einer Vereinbarung zwischen der Investorenfamilie GIendenberg, der Gemeinde und den beiden Fördervereinen, die sich um das Museum kümmern.
Stefan Rothen, der Commodore des Vereins Europäisches Eissegel-Museum, erinnerte an die Gründung des Rangsdorfer Eisyacht-Clubs im Jahre 1932 und damit zugleich an die lange Tradition, die dieser Sport in Rangsdorf hat. Schon früh hatten gerade die Berliner Sportler erkannt, dass der Rangsdorfer See zum Eissegeln ideale Bedingungen bietet. Besonders erfreut zeigte sich Rothen darüber, dass das Eissegeln mit dem neuen "Casino" nun wieder belebt wird. Allein am 21. Januar dieses Jahres sind 5000 Gäste am See gewesen, etwa 25 Surfer haben sich auf dem Eis getummelt. " Wie in alten Zeiten", schwärmte der Commodore. Er wird in den nächsten Wochen dafür sorgen, dass die Ausstellung komplettiert wird. Bereits jetzt können verschiedene Segel, so genannte Snower, Skier und allerlei Zubehör besichtigt werden.
In der oberen Etage des Gebäudes zeigt der Förderverein Bücker-Museum vier Großmodelle von Bückerflugzeugen, die vor 60 Jahren in Rangsdorf hergestellt wurden. Hinzu kommen neben einem Modell der Einfliegerhalle auch zahlreiche kleinere Exponate, Dokumente aus der Bücker-Geschichte und nicht zuletzt aus der Zeit der Stationierung der sowjetischen Einheiten zwischen 1945 und 1994. Siegfried Wietstruk, der Historiker des Vereins, erinnerte zur Eröffnung an die Verpflichtung der Rangsdorfer, alle Abschnitte der Ortsgeschichte abzubilden und in ihre Zeit einzuordnen. Das betrifft den vom Aeroclub und von der deutschen Kriegsluftwaffe genutzten Flugplatz eben so wie die Fertigung der weltberühmten Bücker-Flugzeuge, den Einsatz von Zwangsarbeitern und die Nutzung des Standortes durch die sowjetische Hubschrauber- Truppe. " Vielleicht geschieht ja sogar noch ein Wunder, und die Sammlung kann eines Tages in den Räumen einer Bücker-Produktionsstätte in Rangsdorf gezeigt werden", sagte. Siegfried Wietstruk mit Blick auf die aktuelle Diskussion zu diesem Thema. Foto / zurück

 
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