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Märkische Allgemeine Zeitung vom 02. Mai 2002

Seebad- und Hafenfest in Rangsdorf
Sekttaufe für Eissegelschlitten

Rangsdorf • Volksfeststimmung herrschte gestern rund um das Hotel "Seebad-Casino" und auf dem Gelände des Seesportclubs. Zahlreiche Besucher, von denen viele erfreulicherweise zu Fuß oder mit dem Rad kamen, konnten sich davon überzeugen, dass im Ort einiges los ist.
Das Eissegelmuseum und der Bücker-Verein hatten das Museum geöffnet und zeigten zusätzlich auf einer Sonderfläche im Hotel mehr als 30 meist aus Privatbesitz stammende Schiffsmodelle, Hubschrauber und Flugzeuge. Großes Gedränge gab es dort, wo aus Balsa-Holz kleine Flugzeuge gefertigt wurden, der PC für Flugsimulationen bereitstand, eine Dia-Show zur Geschichte des Seebads Rangsdorf lief und Flugkapitän a. D. Richard Parlia aus Berlin sein Buch signierte. Als Testpilot hatte er, wie Ralf Gaida von den Bücker-Modellfliegern erklärte, sogar einst mit einer JU 52 einen Looping gemacht.
Das Fest bot auch Gelegenheit für eine Taufe. Mit einem Glas Sekt aus der Hand von Taufpatin Sylva Beer, der Vorsitzenden des Mittelstandsvereins, bekam ein Eisschlitten seinen Namen. Das ist eine Tradition, die laut Stefan Rothen vom Eissegel-Museum bis in die 30er Jahre üblich war und nun in Rangsdorf wieder aufleben soll. Der "Eispirat", bis 1959 mit dem Acht-Quadratmeter-Großsegel der Segeljolle "Pirat" auch in Wettkämpfen eingesetzt, wird sich nach seiner Restaurierung mit dem Namen "Lidwina" im Museum präsentieren. Kinder konnten sich jetzt schon von seiner Funktionstüchtigkeit auf Land überzeugen. Ebenso stabil waren offensichtlich auch die Fahrzeuge der Truck-Modellbauer aus Berlin, die Kinder zur Mitfahrt einluden.
Mit Beach-Volleyball stellte sich der SV Lok Rangsdorf vor. Die E-Jugend des Vereins demonstrierte, dass man auch am Strand Handball spielen kann und fand unter den zahlreich im Biergarten und am See lagernden Besuchern viele Zuschauer. Malaktionen und Spiele für Kinder unter Regie der Kitas und des Horts ließen keine Langeweile aufkommen.
Nicht weniger lebhaft, aber mit sehr viel dezenterer Musik angenehm untermalt, ging es beim Hafenfest des Seesportclubs Rangsdorf zu. Zum sechsten Mal veranstaltet, zeigte sich der Verein zum Saisonstart gut vorbereitet. Gelegenheit auch für den Landschaftspflegeverein, sich auf dem weitläufigen Vereinsgelände mit einem Informationsstand zu präsentieren. Einen Höhepunkt bildeten die Kutterfahrten, einmalige Chance für jeweils zwölf bis 15 Leute, auf blitzblanken Booten See und Ufer zu erkunden - was selbst bei immer stärker werdendem Wind noch eifrig genutzt wurde. Wer warten musste, konnte die Ausstellung im Clubheim anschauen oder die Zeit zu einem kleinen Imbiss nutzen.
Es war ein insgesamt gelungener Tag - "vielleicht", so Sylva Beer, "in Zukunft auch eine Idee für andere Gemeinden am Rangsdorfer See" ... zurück

Hinweis:
Bilder von diesem Tag und einen Vereins-Bericht gibt es hier.

 
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