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Märkische Allgemeine Zeitung vom 03. September 2007

Fliegen am Computer
Lange Nacht der Museen: Neun Institutionen im Kreis öffneten ihre Türen

ANNE MAREllE MOSCHINSKI

RANGSDORF/GROßBEEREN • Modellbauboote in verschiedenen Varianten stehen vor dem Eingang des Europäischen Eis- segel- und Bücker-Museums in Rangsdorf. Interessiert schlendern einige Besucher an den Exponaten entlang, begutachten die aufwendig konstruierten Kajüten und die aus feinen Seilen bestehenden Relings. Im Innern des Museums führt Stefan Rothen, Vorsitzender des Fördervereins des Eissegel-Museums, durch die Ausstellung. Als eines von insgesamt neun Museen im Landkreis luden die Rangsdorfer am Sonnabend zur "Langen Nacht der Museen" ein.
Rund hundert Besucher ließen sich hier von dem abwechslungsreichen Programm unterhalten. Andreas Plank beispielsweise kam mit Sohn Moritz aus Berlin. Sie besichtigten die Ausstellungsstücke im Museum, auch die Sonderausstellung "Bücker- Fly-Inn 2005" war geöffnet. Fotoserien des Flugzeugtreffens waren hier zu sehen. „Die Flugsimulatoren waren spannend. Ein echtes Modellbauflugzeug möchte ich jedoch nicht steuern. Das wäre mir zu gefährlich", sagt Andreas Plank, der ursprünglich hierher kam, weil sich sein neunjähriger Sohn für den Modellbau interessiert.
Jens Hafemann, Vorstandsmitglied im Förderverein des Bücker-Museums, hatte die Flugsimulatoren für die Museumsnacht zur Verfügung gestellt. „ Wir wollten den Leuten damit etwas zum Anfassen bieten, damit sie sich nicht nur mit grauer Theorie beschäftigen. Gerade für Kinder sind diese Computerprogramme interessant, denn damit lassen sich viele Flugfiguren ausprobieren", erklärt er.
Für Unterhaltung sorgten außerdem die ferngesteuerten Lkw des Truck Modellbau-Clubs Berlin und die Miniatur-Boote des Wassersportclubs Wildau.
Ähnlich viele Besucher konnte auch das Privatmuseum "Preußische Traditionen" in Großbeeren am Sonnabend verzeichnen. Gut 150 Interessierte fanden den Weg hierher. Publikumsmagnet war die historische Modenschau, die von Bürgern aus
dem Ort präsentiert wurde. Von Mönchskutten aus dem Mittelalter bis hin zu blumenverzierten Hippie-Kleidern aus den 60er Jahren reichte das Spektrum der vorgeführten Kleidungsstücke.
In schweren Brokatkleidern aus dem Rokoko flanierten einige Frauen über den Laufsteg, andere waren mit Federboa und Fächer im Stil der 20er Jahre ausstaffiert. Roswitha Seidel, Inhaberin eines Kostümverleihs in Brandenburg, hatte die Modenschau organisiert. Museumsleiter AIfred Bujak: „Diese Präsentation passt gut zu unserer Ausstellung, in der unter anderem auch alte Uniformen zu sehen sind. Geschichtsinteressierte Leute dürften heute Abend wohl auf ihre Kosten gekommen sein."
Besucherin Margrit Busse aus Blankenfelde jedenfalls gefiel die Schau. „Das war sehenswert. So genau kannte ich mich mit historischen Kostümen vorher nicht aus."

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