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Märkische Allgemeine Zeitung vom 05. September 2002

Zur Absage des Bücker-Flugereignisses
Rangsdorfer Machtgerangel

Am kommenden Wochenende sollte es im Zusammenhang mit dem Tag des offenen Denkmals erneut eine Öffnung des Bücker-Geländes und eine Landung von ausschließlich Bücker-Flugzeugen geben. Die Öffnung des Bücker-Geländes wurde vom UWB Rangsdorf beantragt und durch die Gemeindevertreter von Rangsdorf Ende Juli mit großer Mehrheit beschlossen. Der Förderverein Bücker- Museum Rangsdorf stellte bei den dafür zuständigen Behörden die Anträge für Außenlandungen. Es entsprach dem Wunsch von Bücker-Piloten, am Samstag in Rangsdorf zu landen, den Abend gemeinsam zu verbringen und am Sonntag wieder zum Heimflug zu starten. Viele Vorbereitungen waren getroffen.
Das Amt Rangsdorf sollte aus ordnungsamtlicher Sicht der Außenlandung, wie bereits mehrfach in den letzten Jahren erfolgt, zustimmen. Stattdessen wollte das Amt die Entscheidung einer Landesbehörde selbst übernehmen und verfasste eine Abstimmungsvorlage für den Hauptausschuss. Auf dieser Sitzung wurde deutlich, dass der Rangsdorfer Bürgermeister und einer seiner Stellvertreter mit allen Mitteln dieses Luftfahrtereignis verhindern wollte. Die Brandenburgische Boden Gesellschaft (BBG) als Vertreterin des Eigentümers Land Brandenburg hatte Zustimmung signalisiert. Es fehlte nur die Unterschrift der Gemeinde Rangsdorf zum Vertrag. Dieser hatte nach Aussage der BBG seIbigen Wortlaut wie im letzten Jahr, nur ABM- Kräfte konnten nicht bereitgestellt werden. Da sich der Rangsdorfer Bürgermeister und der Amtsdirektor, auch zur Verwunderung der BBG, aber nicht im Stande sehen einen Vertrag, wie sie ihn schon einmal vor einem Jahr geschlossen haben, zu unterschreiben, wird es somit keine Öffnung des Bücker-Geländes und keine Landung von Bücker-Flugzeugen geben.
Wieder einmal wurde in Rangsdorf demonstriert wie Beschlüsse des Parlaments von Einzelnen untergraben werden und damit dem Ort der Willen einiger weniger Entscheidungsträger aufgezwungen wird. Der Förderverein Bücker-Museum muss bedauerlicherweise feststellen, dass es mit dem Parlament in seiner derzeitigen sich ständig ändernden Konstellationen, unter Führung von demokratischen Grundregeln verletzenden Entscheidungsträgern, keinen Sinn macht über das Thema Bücker-Gelände zu debattieren. Denn wo Fraktionsinteresse der Parteilosen über Gemeinwohl steht und nicht einmal Spielraum für Entscheidungen wie zum Tag des offenen Denkmals zulässt, sind uns Energie und finanzielle Mittel unserer Mitglieder zu schade für das Machtgerangel in der Hobbypolitik.
Einige fähige Abgeordnete werden wir im nächsten Parlament wieder sehen, den Bürgermeister nicht, und den in Sachen Bücker gegen alles stimmenden, so gern namentlich genannt werden wollenden Heinz Nätsch hoffentlich auch nicht. Wenn die Bürger im nächsten Jahr das neue Parlament gewählt haben, dann wollen wir wieder mit Rangsdorf den Tag des offenen Denkmals organisieren.
Unter neuer parlamentarischer Regie findet das Amt auch wieder zu einer ordentlichen Arbeitweise zurück und beantwortet Anfragen umgehend. Denn bis heute hat es die Abteilung Ordnung nicht für nötig gehalten unsere Anfrage zur Zustimmung für die Außenlandung zu beantworten. Alle anderen Träger öffentlicher Belange haben zugestimmt.

Knut Hentzschel, Vorsitzender Förderverein
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