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Märkische Allgemeine Zeitung vom 07./08. April 2001

Schlammschlacht nach Scheidung
Rangsdorfer Bürgermeister rechnet ab

RANGSDORF . Peter Gleich ist noch immer tief getroffen. Am Donnerstag machte der streitbare Rangsdorfer Bürgermeister seiner Verärgerung über das Gebahren der ehemaligen CDU-Fraktionskollegen in der Frage der Bückeransiedlung erneut Luft. Zu Beginn der Gemeinderatssitzung trug Gleich (nun parteilos) in einer Art Rechenschaftsbericht seine Sicht der Dinge vor und sparte dabei nicht mit Vorwürfen gegen seine bisherigen politischen Weggefährten.
Die Gemeindevertreterinnen Heide Wolffgramm und Sylvia Muschinsky (beide CDU) hätten ungeprüft die Unterstellungen und Schuldzuweisungen der Interessengemeinschaft "Denkmalgeschütztes Bücker-Gelände" gegen seine Person übernommen und seien damit an die Öffentlichkeit getreten. "Sie verletzten damit den bisherigen Arbeitsstil der Gemeindevertretung", so Gleich. "Dabei wäre es Pflicht der Abgeordneten gewesen, bei mir oder im Amt die vorhandenen Akten und Protokolle einzusehen."
Dass es tatsächlich wohl eher um gestörte Befindlichkeiten, denn um Formalia ging lässt die parteiübergreifende Einigkeit der Flugplatzgegner vermuten. PDS und SPD sprangen dem Bürgermeister bei, schlugen in die gleiche Kerbe und schalten die CDU-Abgeordneten eines respektlosen Umgangs mit den Parlamentskollegen. Die SPD verlangte eine Aussprache gleich nach der Sitzung, aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit, ob der delikaten Thematik. Der PDS sind derartige Berührungsängste augenscheinlich fremd. Das versammelte Volk sollte den gerechten Zorn der Partei vernehmen. Also grantelte Hartmut Rex: "Der Bürgermeister ist in öffentlichen Veranstaltungen lächerlich gemacht worden und damit auch der gesamte Gemeinderat." Und das Volk klatschte, freilich nur die Bückergegner.
Die attackierte Sylvia Muschinsky schwieg in all dem Getöse. Gestern erklärte sie lediglich: "Der Sachverhalt wird verzerrt dargestellt. Der Bürgermeister hat nie über sein Tun informiert, Bücker öffentlich nie stattgefunden. Wir haben nur die Gemeindevertreter unterrichtet, mehr nicht. Wenn man uns das vorwirft, kann ich damit leben." zurück

 
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