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Märkische Allgemeine vom 04. April 2011

10 Jahre Bücker-Museum / Viele Besucher kamen am Wochenende nach Rangsdorf

JUBILÄUM: Der Geburtstagswunsch bleibt wohl ein Traum

Gudrun Ott

RANGSDORF - Am Wochenende feierte das Bücker-Museum in Rangsdorf seinen 10. Geburtstag. Siegfried Wietstruk, Autor zahlreicher Broschüren und Bücher, ist Gründungsvorsitzender des Fördervereins Bücker-Museum Rangsdorf und heute Ehrenvorsitzender. Er und Michael Lenort, Mitglied des Vorstandes und Museumsleiter, hatten alle Hände voll zu tun, denn das schöne Wetter lockte vor allem Potsdamer und Berliner Besucher scharenweise an den Rangsdorfer See.
Das kleine, aber feine Bücker-Museum hat seine Räume im Seitenteil des Seebadcasinos. „Mietfrei“, wie Wietstruk betonte, ansonsten könne der Verein sich solch umfangreiche Schau von Geschichte gar nicht leisten. Der 81-jährige Lehrer und Historiker, dessen Verbindungen weit über Deutschland hinausgehen, hat Originalteile von Bücker-Maschinen gesammelt, Fotos und Dokumente zusammengetragen und dem Vergessen entrissen. Beate Uhse, der eine Sonderschau im Museum gewidmet ist, stellte Auszüge aus ihrem Flugbuch zur Verfügung. Auch Prominente wie Elli Beinhorn und Heinz Rühmann flogen hier. Der flugbegeisterte Rühmann war beinahe ständiger Gast in Rangsdorf. Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg startete und landete auf dem Rangsdorfer Flugplatz, und der später mit ihm wegen Hochverrats von den Nationalsozialisten hingerichtete Oberst Hansen wohnte in Rangsdorf.
Wahrlich geschichtsträchtig ist der als Reichssportflughafen zu Lande und zu Wasser anlässlich der Olympischen Spiele am 30. Juli 1936 gegründete Platz, der auf Betreiben von Wietstruk später unter Denkmalschutz gestellt wurde. Einen Geburtstagswunsch, der vermutlich ein Traum bleiben wird, äußerten Wietstruk und Lenort: eines Tages in eine Bücker-Halle zu ziehen und dort Original-Flugzeuge auszustellen. Am jetzigen Museumsstandort reicht der Platz gerade einmal für einige Modelle.
Anlässlich des Geburtstages stand im Freien vor dem Museum ein Nachbau einer Bücker Jungmeister in fasst Originalgröße. Ein einmotoriges Kunst- und Sportflugzeug, das beliebtes Fotoobjekt war. Den Wünsdorfer Bernd Pröfke erinnerte die Maschine an die Flugtage im August 2005. Da trafen sich in Rangsdorf Freunde und Liebhaber der alten Technik, die bis heute nichts von ihrer Faszination verloren hat. Weltweit fliegen noch Bücker-Maschinen. In Österreich bereite man sich darauf vor, diese nachzubauen, in Polen tue man es bereits, erzählte begeistert ein Besucher, der seine Blicke am Sonnabend zum Himmel richtete und eine Bücker 181 Bestmann bewunderte, die anlässlich des Geburtstages eine Ehrenrunde über Rangsdorf drehte.
Geflogen wurde die Maschine von Ralf Gaida, einem Rangsdorfer, der sie auch selber aufgebaut hat. Der Förderverein Bücker-Museum Rangsdorf zählt zu seinen Mitgliedern zwei Frauen. Eine davon ist Christel Ansert, frühere Mitarbeiterin bei der Interflug und Gründungsmitglied. Sie kennt Geschichte und Geschichten um das Bücker-Fluggelände noch von ihren Eltern und wünscht sich, dass der geförderte Arbeitsplatz des Museumsleiters über den August hinaus verlängert wird, denn „ehrenamtlich sind Öffnungszeiten und Führungen nur schwer unter einen Hut zu bringen.“ An die 800 Besucher schauen hier jährlich vorbei.
Geöffnet ist das Bücker-Museum immer mittwochs von 10 bis 17 Uhr und sonnabends und sonntags von 13 bis 17 Uhr.

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