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Märkische Allgemeine Zeitung vom 12. Mai 2001
Farnborough als nächste Herausforderung
Die Bücker-Flugzeug-GmbH hat sich in Friedrichshafen präsentiert / Weitere Pläne für Schönhagen
FRIEDRICHSHAFEN Ihren ersten internationalen Auftritt hatte die Bücker-Flugzeugbau GmbH auf der AERO, der Messe der Allgemeinen Luftfahrt in Friedrichshafen. Die Firma war im Außen- und lnnenbereich mit einem Stand vertreten. Die tägliche Flugschau wurde jeweils mit einer Bücker-Doppeldecker-Formation eröffnet. "Dabei äußerte der Ansager vor zehntausenden Besuchern klar sein Bedauern über die ablehnende Haltung der Rangsdorfer Gemeindevertretung bezüglich einer Reaktivierung des alten Werksflugplatzes mit Bücker-Ansiedlung", berichtete Geschäftsführer und Pilot Reinhard Rötzer.
Im Innenbereich stand ein Rohbau der ersten einsitzigen Bücker 133 "Jungmeister". Anerkennung der handwerklichen Leistungen von Janus Karasiewicz (Bücker-Manufaktur Polen) gab es von allen Seiten. Das Flugzeug soll noch in diesem Jahr zu seinem Jungfernflug starten. Im Außenbereich waren sechs Bücker-Doppeldecker zu sehen, drei aus der neuen Produktion, zwei in Spanien in Lizenz und eine original in Rangsdorf gefertigte. Bei blauem Himmel und herrlicher Bodenseekulisse waren die Formationsüberflüge der Maschinen, denen Rangsdorf seinen Weltruf verdankt, ein echter Höhepunkt.
In allen Bereichen wurden Fachgespräche geführt: Sei es der Historiker, der sich an seine alten Flugzeiten auf der Bücker erinnerte, sei es der Oldtimerrestaurator, der von der Bücker-Flugzeugbau GmbH in Zukunft seine Ersatzteile beziehen kann, oder eben Kunden mit Interesse am Erwerb einer nagelneuen Maschine.
Großer Nachfrage erfreut sich die Bücker "Jungmann". Der Doppelsitzer passt auch heute noch als Neuflugzeug, unabhängig vom Oldtimer-Gedanken, in die Welt der Sportfliegerei. Ausgewogenes und sehr feinfühliges Flugverhalten bei Flugspaß pur mit Lederhaube und Cabrio-Feeling sind die eine Seite, Wirtschaftlichkeit bei geringstem Wartungsaufwand die andere. So erklärt es sich, dass die Firma bereits Händlerangebote aus dem europäischen und Überseebereich bekommen hat. Allerdings möchte man zu- nächst die Produktion sichern. Vorrangig ist daher die Errichtung einer größeren Fertigungshalle und einer Montagehalle. Letztere wird ihren Platz in Schönhagen haben. Wenn alles nach Plan läuft, wird die erste Bücker "made in Brandenburg" im Frühjahr aus den neuen Hallen am Flugplatz Schönhagen rollen. Der Firmenhauptsitz wird derzeit nach Schönhagen verlegt, und in wenigen Wochen werden dort auch zwei Vorführmaschinen ihr festes Zuhause haben. Von der Kooperation mit den Flugplatzbetreibern zeigt sich Geschäftsführer Reinhard Rötzer äußerst angetan. " Was man in Rangsdorf an Gegenwind bekommen hat, das bekommt man in Schönhagen als Rückenwind. Dies wird sicherlich helfen, die gesteckten Ziele schneller zu erreichen." Insgesamt war man mit dem Messeverlauf und den Ergebnissen mehr als zufrieden. Neben großem Interesse konnten konkrete Verträge abgeschlossen werden.
Eine wesentliche Hilfe bei der Präsentation der Bücker-Maschinen war übrigens der Förderverein Bücker-Museum Rangsdorf e. V. Einige Mitglieder hatten sich extra Urlaub genommen, um unterstützend tätig zu sein. Der Historiker Siegfried Wietstruk zeigte eine Präsentation der Bücker-Geschichte. So konnten interessierte Besucher sich nicht nur mit den neuen Flugzeugen, sondern auch mit ihrer Entstehungsgeschichte vertraut machen.
Zeit zum Verschnaufen gibt es für die Bücker-Unternehmer allerdings nicht: vom 18. bis 20. Mai präsentiert sich Bücker nordwestlich von London in Farnborough auf der größten britischen Luftfahrtmesse. Die Anreise per Doppeldecker wird hier neben dem zu erwartenden "englischen" Wetter die größte Herausforderung sein. Foto / zurück
 
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