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Märkische Allgemeine Zeitung vom 15. März 2001

Bürgerinitiative sieht Produktion möglicherweise nur vorgeschoben
Bücker-Pläne in Rangsdorf: Den Abgeordneten sollte das Recht einer gründlichen Prüfung zugestanden werden

RANGSDORF • Rangsdorf entwickelt sich gerade wieder zu einem attraktiven Wohnort im Grünen. "Mit der Wiederbelebung des Flugplatzes wird die Gemeinde einen großen Schritt rückwärts gehen." Diese Auffassung vertritt die Bürgerinitiative "Rangsdorf ohne Flugplatz". Ihr Sprecherrat habe "zur Kenntnis genommen, dass die Interessengemeinschaft denkmalgeschütztes Bücker-Gelände ihre Aktivität in Rangsdorf aufgibt", heißt es in einer Pressemitteilung.
"Mit der Unterstützung der Gemeindevertreter konnte die Interessengemeinschaft wohl nicht rechnen, weil es ihr bis zur Aufgabe der Aktivitäten nicht gelungen war, ein tragfähiges Konzept vorzulegen. Sie konnte nicht erklären, ob es tatsächlich möglich gewesen wäre, den Flugbetrieb, wenn er einmal aufgenommen worden wäre, auf einen bestimmten Umfang zu beschränken. Sie konnte nicht erklären, wie viele Arbeitsplätze tatsächlich entstehen würden. Sie konnte nicht erklären, wer in welchem Umfang in welche Projekte investieren würde", schreibt der Sprecherrat der Initiative. Es seien viele Fragen offen geblieben, auf die die Bürger Rangsdorfs, die Bürgerinitiative "Rangsdorf ohne Flugplatz" und die Abgeordneten eine Antwort gewünscht hätten. Vorgelegt worden sei nur ein Ideenpapier. Es sei nicht ansatzweise erklärt worden, welche Konsequenzen es tatsächlich gehabt hätte, wenn die Gemeindevertretung die Reaktivierung des Flugplatzes beschlossen hätte. Es dränge sich der Eindruck auf, dass es der Interessengemeinschaft letztlich nur darum gegangen wäre. "Sie hat nämlich nicht erklärt, dass die Reaktivierung des Flugplatzes bereits bei dem zuständigen Landesamt beantragt war (und ist). Sie hat nicht erklärt, dass die Gemeinde nach erteilter Zustimmung - entgegen den bisherigen Beteuerungen - keinen Einfluss auf den weiteren Ausbau des Flugbetriebes gehabt hätte", heißt es in der von Bernd Wuthenow unterzeichneten Erklärung der Initiative.
Ein einmal gegebenes gemeindliches Einvernehmen verschließe der Gemeinde jegliche weitere Einflussnahme. Die Interessengemeinschaft habe bislang nicht erklärt, wer die Investoren sind. Allein mit einem Bücker-Museum seien die hohen Investitionen nicht zu tragen. Auch der Bau von einigen Bücker-Flugzeugen rechtfertige nicht den zu betreibenden Aufwand, "wohl aber ein später florierender Sport- und Geschäftsflugplatz".
"Es gab deshalb bislang eine Fülle von Fragen an die Interessengemeinschaft. Dass sich die Interessengemeinschaft nun im Ton der Beleidigung zurückzieht und die Gemeindevertreter angreift, ist zumindest ein schlechter Stil", meint die Initiative. Da die Wiederbelebung des Flugplatzes für die Gemeinde erhebliche - auch negative - Konsequenzen gehabt hätte, werde es den Gemeindevertretern zuzubilligen sein müssen, alle Argumente abzuwägen und auch Nachbesserungen eines Ideenpapiers zu verlangen. Die Bürgerinitiative unterstütze die Abgeordneten darin, dass sie es sich zu ihrer Aufgabe gemacht haben, das Vorhaben gründlich zu prüfen und dabei die Interessen der Bürger, der Gewobag sowie des Investors der Schule am See zu berücksichtigen.
Die Initiative habe mit Betroffenen, Fachleuten, Politikern und Flugplatzbefürwortern Gespräche geführt und bisher etwa 500 Unterschriften gegen den Flugplatz gesammelt. Sie werde ihre Arbeit mit dem Ziel fortsetzen, deutlich zu machen, welche Konsequenzen die Wiederbelebung des Flugplatzes haben wird. Und sie werde der Frage nachgehen, ob denkbare Vorteile des Flugplatzes die Nachteile für die Lebensqualität, die Umwelt und die Entwicklung von Rangsdorf aufwiegen können. "Bisher ergibt sich das Bild einer vorgeschobenen Flugzeugproduktion, die das Feld für einen Sport- und Geschäftsflugplatz bereiten soll. Versprechen zur Schaffung eines eingeschränkten Flugplatzes ist nicht zu glauben, da es keinen sicheren Weg der dauerhaften Einschränkung gibt" , schreibt der Sprecherrat. zurück

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