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Märkische Allgemeine Zeitung vom 17. Februar 2001

Bückers letzter Landeversuch
Befürworter des Werksflugplatzes stellen Abgeordneten ein Ultimatum

RANGSDORF . Die Interessengemeinschaft "Denkmalgeschütztes Bücker-Gelände" hat der Gemeinde Rangsdorf ein Ultimatum gestellt und gedroht ihr Bemühen um eine Wiederbelebung des traditionsreichen Flugzeugbau-Standortes zu beenden. "Erklärt sich bei der Gemeinderatssitzung am 22. Februar keine breite Mehrheit für den Bücker-Werksflugplatz, besteht keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit", betonte Thomas Schüttoff, Sprecher der Interessengemeinschaft, gestern gegenüber der MAZ.
In einem dringlichen Brief an das Amt Rangsdorf, den Bürgermeister und die Gemeindevertreter fordert Schüttoff, das Thema "Bücker" auf die Tagesordnung zu setzen. Er bot an, auf der Versammlung eingehend Position zu beziehen. "Ohne die Mehrheit der Gemeindevertreter im Rücken sehen wir keine Veranlassung, mit den Flugplatzgegnern zu diskutieren", betonte Schüttoff. Dabei ginge es zunächst um eine formlose Willensbekundung, nicht um einen endgültigen Beschluss.
Der Förderverein Bücker-Museum Rangsdorf stößt ins gleiche Horn. Auch hier ist der Geduldsfaden gerissen: "Zeigt sich die Gemeinde weiterhin ablehnend, werden wir die Rangsdorfer Flugtage nicht durchführen", erklärt der zweite Vorsitzende Klaus Lewandowski.
Bei einer grundsätzlich zustimmenden Erklärung der Gemeinde wollen die Flugplatz-Befürworter eine Unterschriftenaktion "Pro Bücker" in Rangsdorf starten. Diese könnte Grundlage zur Aufhebung des ablehnenden Gemeindebeschlusses von 1994 werden. " Wir wollen offen und fair vorgehen, nicht mit Suggestivfragen wie die Flugplatz-Gegner 1994", sagt Schüttoff. "Damals wurde lediglich gefragt: 'Sind Sie gegen Fluglärm?'.. Es ist klar, wie die Bürger geantwortet haben."
Schüttoff und Lewandowski sind sicher, die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen zu können." Wir gehen von Tür zu Tür und wollen die Listen auch in den Rangsdorfer Geschäften auslegen", erklärt Schüttoff. " Klaus Lewandowski sagt: "Vor allem müssen die Rangsdorfer endlich auch vorbehaltlos über die Vorteile des Flugplatzes aufgeklärt werden: " Vieles sei bewusst falsch dargestellt worden.
Thomas Schüttoff nennt ein Beispiel: "Der Umweltschutz ist kein Argument gegen Bücker. Das Landesumweltamt Brandenburg hat bestätigt, dass Flugplätze bei extensiver Bewirtschaftung eine positive Wirkung auf zahlreiche Tier- und Pflanzenarten haben." Foto / zurück

 
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