INDEX
PRESSE
MUSEUM
GESCHICHTE
MODELLBAU
   

Märkische Allgemeine Zeitung vom 19. März 2001

Zum Leserbrief " ... nur vorgeschoben" MAZ, 15. März 2001
Unselige Diskussion schadet

Rangsdorf hat nun einmal das technisch-historische Erbe der Bücker-Flugzeugproduktion.
Das Bücker-Werk und das angrenzende Flugfeld wurden unter Mitwirkung des Rangsdorfer Parlaments denkmalgeschützt. Daraus ergeben sich Verpflichtungen!
Der Förderverein Bücker-Museum Rangsdorf e.V. hat sich mit selbstlos handelnden Mitgliedern das Ziel gesetzt, dieses Erbe zum Wohle von Rangsdorf vor dem Verfall zu retten und zu aktivieren. Für diese Tätigkeit erfahren sie international große Anerkennung. Zur Verwirklichung dieses Zieles ist es notwendig, das Rangsdorfer Flugfeld für den Werksflugbetrieb wieder zuzulassen. Mit genau festgelegten Einschränkungen kann dann die Zulassung in der Zukunft nicht missbraucht werden. Aus diesem Grund wurde auch seitens der Interessengemeinschaft der Vorschlag unterbreitet, dass die Gemeinde Rangsdorf der Betreiber des Flugplatzes sein könnte. Somit sind alle Unterstellungen zur Zukunft des Rangsdorfer Flugplatzes hinfällig.
Die Bücker-Flugzeugbau GmbH und der Restaurierungsbetrieb Rosenow sind eigenständige Betriebe und mit ihren betriebswirtschaftlichen Fakten lediglich den verantwortlichen Ämtern rechenschaftspflichtig. Dass diese Betriebe zur Erweiterung ihrer Kapazitäten in Rangsdorf zusätzliche Arbeitskräfte benötigen würden, ist wohl unumstritten. Für die betrieblichen Risiken der Ansiedlung des Gewerbes im alten Bücker-Werk sind die Inhaber, und nur sie selber, verantwortlich.
Die Fahrzeugrestaurierung Rosenow mit ihrem jetzigen Inhaber Peter Spillner wurde 1990 auch mit großem Risiko von mir gegründet. Harte Jahre folgten - heute zählt dieser Betrieb zu den führenden Deutschlands in seiner Branche. Eine Erweiterung ist seit einem Jahr dringend notwendig und wurde aufgrund der Signale des Bürgermeisters immer wieder verschoben. Die Fülle der in dem Artikel aufgeführten Fragen haben mit der Flugplatzentscheidung wenig zu tun und sind teilweise beantwortet. Auch hier vermisse ich wieder die vielen positiven Aspekte, welche durch die Wiederbelebung des in Deutschland einmaligen historischen Areals entstehen. Welcher Schaden Rangsdorf durch diese unselige Diskussion entsteht, wird sich in der Zukunft zeigen. Dass man anderenorts unserem Konzept aufgeschlossen gegenübersteht, beweist die Richtigkeit des Vorhabens. Unser Herz schlägt immer noch für Rangsdorf, doch müssen wir uns mit der Realität im Rangsdorfer Parlament abfinden. Hier gibt es nach wie vor keine eindeutigen Signale an die Investoren. Die überfällige Entscheidung, wo die Betriebe sesshaft werden, mussten nun die Investoren treffen, um weiteren betrieblichen Schaden zu vermeiden. Alle Aktivitäten zur Ansiedlung der Oldtimerrestaurierung Rosenow im alten Bücker-Werk sind eingestellt.
Ich möchte mich an dieser Stelle beim Förderverein Bücker-Museum Rangsdorf e.V. für seinen immensen Einsatz zur Zukunft des Luftfahrthistorischen Standortes Rangsdorf bedanken.
Ich habe volles Verständnis, dass die ersten historischen Sportflugtage Rangsdorf durch den Verein nun nicht durchgeführt werden. Sinn der Veranstaltung war es ja schließlich, für den Wirtschaftstandort Rangsdorf zu werben. Diese Peinlichkeit sollte man sich lieber ersparen. Auch in diesem Artikel vermisse ich das Aufzeigen von Alternativen zu unserem Vorhaben. Es gibt kein weiteres Konzept zur Sanierung des alten Bücker-Werkes. Die "Filetstücke" der Liegenschaft sind vergeben, und zu dieser Thematik werden wir in der Zukunft sicherlich noch einiges zu hören bekommen.
Peter Rosenow, Rangsdorf zurück

 
  nach oben     HOME KONTAKT SERVICE IMPRESSUM GÄSTEBUCH