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Märkische Allgemeine Zeitung vom 20. Februar 2004 (Zossener Rundschau)

Historische Bademode, Weinanbau am See, Tempotest der Bahn und mehr
Seit Mittwoch gibt es einen neuen heimatgeschichtlichen Bildband über „Rangsdorf im 20. Jahrhundert“ von Siegfried Wietstruk

Bild vergrössernRANGSDORF • Ungeachtet bisheriger Publikationen wird der heimatgeschichtlich Interessierte auch im neuen Bildband „Rangsdorf im 20. Jahrhundert“ Unbekanntes entdecken. Erst recht ist es eine interessante Lektüre für Neu-Rangsdorfer. Seit Mittwoch kann man das 116 Seiten starke Büchlein im
A5-Format von Siegfried Wietstruk im Bücker-Luftfahrt-Museum am Rangsdorfer See kaufen. Herausgegeben hat es der Förderverein Bücker-Museum.

Neben einem kurzen Text-Streifzug durch das 20. Jahrhundert in Rangsdorf und einer Zeittafel zur Rangsdorfer Ortsgeschichte bis in die Gegenwart enthält es vor allem historische Ansichtskarten, die fast ausschließlich erstmals veröffentlicht werden. Dass am Rangsdorfer See früher Weinanbau betrieben wurde, weiß bestimmt nicht jeder Leser. Überraschend ist auch der Ursprung des Straßennamens „Friedensallee“. Er ist kein sozialistisches Relikt, sondern wurde nach dem Sieg über Napoleon im Jahre 1813 vergeben.

Die jüngeren Rangsdorfer werden mit Staunen sehen, dass es das Badegewässer Kiessee noch gar nicht so lange gibt. Fotos aus den Jahren 1938 und 1945 dokumentieren das Abbaggern des Sandes und die spätere See-Nutzung für Fischereizwecke. Natürlich fehlt der Rangsdorfer See als Anziehungspunkt für tausende Ausflügler nicht – immer wieder zum Schmunzeln reizt die frühere Bademode. Nachdenklich macht dagegen eine Aufnahme der rohrgedeckten Gutsarbeiterkaten.

Reminiszenzen an eine „funkentelegraphische“ Übertragung von Rangsdorf nach Schöneberg über 21 Kilometer im Jahre 1897 und an Geschwindigkeitsrekordfahrten auf der Bahnstrecke Marienfelde-Zossen in den Jahren 1901 bis 1903 fehlen ebenso wenig wie die Erinnerung an die Bücker-Flugzeugwerke.

Der Autor erinnert an das Attentat auf Hitler vor 60 Jahren. Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg startete am 20. Juli 1944 von Rangsdorf aus nach Ostpreußen, um den Anschlag auszuführen. Er landete wieder in Rangsdorf in der Annahme, dass Hitler tot sei. Noch in derselben Nacht wurde er mit weiteren Offizieren in Berlin erschossen. Nicht nur der Förderverein Bücker- Luftfahrt-Museum, sondern auch andere Vereine, Parteien und Schulen bereiten diesen Jahrestag vor. Der Rangsdorfer Bürgermeister Klaus Rocher hat die Schirmherrschaft übernommen.

Ein kleines ”Denkmal” setzt der Buchautor in seinem heimatgeschichtlichen Bildband unter anderen Ernst Rang, Architekt der Schule in der Fichtestraße und der Friedhofskapelle, sowie Otto Henning, langjähriger Bürgermeister und Schöpfer des Miniaturschlosses Sanssouci an der Seebadallee.

Das Büchlein ist im Bücker-Luftfahrt-Museum am Rangsdorfer See zu den Öffnungszeiten erhältlich, und zwar mittwochs, samstags und sonntags von 13 bis 16 Uhr. zurück

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ANMERKUNG: das Buch ist auch online unter www.bueckershop.com bestellbar.

 
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