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Märkische Allgemeine Zeitung vom 20. April 2001
 
Leserbrief zum Thema Flugplatz Rangsdorf:
Die Sorge aber bleibt
 
Der Sprecherrat der Bürgerinitiative für Rangsdorf ohne Flugplatz möchte sich bei der Vielzahl von Mitgliedern für ihr Engagement bei der Klärung der Angelegenheit "Flugplatz Rangsdorf" bedanken.
lm Laufe der letzten zwei Monate haben sich viele Bürger mit dieser Thematik beschäftigt und zur Meinungsbildung und zur Verbesserung des Erkenntnisstandes beigetragen. Es ist davon auszugehen, dass nunmehr wohl allen klar sein müsste, dass die so genannte Interessengemeinschaft Bücker-Werke einen ziemlich großen Luftballon aufgeblasen hat, der nun zerplatzt ist. Immerhin, es ist ihnen gelungen, dass wir uns mit dieser Thematik beschäftigen mussten, auch wenn kein wirklich seriöses Konzept oder auch nur ein korrekter Antrag bei den entsprechenden Gremien vorgelegen hat. Spätestens in der Expertenbefragung der Herren Heider (SBVF), Becker vom Planungsbüro und Rechtsanwalt Sommer (Spezialist für Luftrechtsproblematik) wurde klar, dass diese Aktion der Interessengemeinschaft Bücker-Werke überhaupt keine Chance auf Realisierung hatte, weil sie keinen realistischen Hintergrund in Rangsdorf darstellen konnte. Es gab weder eine Erklärung, woher die Investitionen, welche angeblich Arbeitsplätze schaffen sollten, kommen, noch welche Flugplatzvariante gemeint war, noch wer welche Kosten und Verantwortung übernehmen würde. Interessant war die Feststellung der Luftfahrtbehörde, dass weder ein Antrag zur Betreibung eines Flugplatzes noch ein Antrag für eine Flugshow zu Pfingsten vorgelegt wurde. Insofern sind die Behauptungen, Rangsdorf hätte alles verhindert, völlig aus der Luft gegriffen, da gar nichts zu verhindern war.
Dies trifft jedoch nur auf die Interessengemeinschaft Bücker-Werke zu. Gleichzeitig hat sich auch gezeigt, dass geschäftstüchtige Investoren (zum Beispiel ein gewisser J. Kassner) durchaus in der Lage waren, über Jahre die Entwicklung von Rangsdorf durch die Vorlage eines entsprechenden Antrages zur Schaffung eines Flugplatzes in Rangsdorf zu blockieren. Erst nach Ablehnung des seit 1994 vorliegenden und im Laufe der Jahre mehrmals geänderten Antrages durch die Entscheidung des Amtes für Flugsicherung im Oktober 2000 wurde die Interessengemeinschaft aktiv und versuchte insbesondere den Beschluss der Gemeinde von 1994, welche sich gegen die Schaffung eines Flugplatzes ausgesprochen hatte, auszuhebeln. Die teilweise dabei entstandene Euphorie bei einer Reihe von Rangsdorfer Bürgern und einem Teil der Abgeordneten kühlte inzwischen deutlich ab, nachdem die Unseriosität dieser Aktivitäten erkennbar waren.
Schließlich bleibt jedoch die Sorge, dass die eigentlichen Hintermänner dieser Aktion durchaus weiter an einer Flugplatzentstehung in Rangsdorf interessiert sind und ihre wirtschaftlichen Interessen hierbei nach wie vor verfolgen könnten. Klar ist auch, dass sich das Konzept Wohnen in Rangsdorf nicht mit dem Konzept eines möglichen Flugplatzes verträgt. Ebenfalls klargestellt worden ist von den Experten inzwischen auch, was die Bürgerinitiative ja von Anfang an erklärt hat, eine Einflussnahme der Gemeinde auf die weitere Entwicklung eines genehmigten Flugplatzes ist ausgeschlossen. Ein einmal genehmigter Flugplatz entzieht sich komplett der weiteren Beeinflussung der Gemeinde. Gerade dies war der entscheidende Anlass für die Mitglieder der Bürgerinitiative zu sagen, dieses Risiko ist zu groß.
Insoweit nehmen wir zwar zur Kenntnis, dass nach Abwägung der Interessen und der Risiken sowohl im Gemeindeparlament als auch unter den Bürgern von Rangsdorf die Ablehnung eines Flugplatzes deutlich überwiegt. Wir sind uns aber gleichwohl bewusst, dass die Gefahr weiterer Aktivitäten zur Schaffung eines Flugplatzes noch nicht endgültig gebannt ist. Wir versprechen deshalb sowohl den Gegnern, als auch den Befürwortern eines Flugplatzes in Rangsdorf, die Augen weiter aufzuhalten und bei Notwendigkeit die Bürgerinitiative wieder zu aktivieren.
Im Übrigen fordern wir die Politiker, die Verwaltung und alle Bürger auf, sich weiter intensiv um die Entwicklung des Ortes, einschließlich der Konversionsflächen zu kümmern. Wir werden dies jedenfalls tun.
Klaus Sobczak, für den Sprecherrat der Initiative Rangsdorf ohne Flugplatz ...zurück
 
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