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Märkische Allgemeine Zeitung vom 23. März 2001

SPD Rangsdorf gegen Flugplatz
Montag interne Gemeinderatssitzung

RANGSDORF • Das Thema der Ansiedlung einer Bücker- Flugzeugfirma mit Werksflugplatz ist trotz Rückzugs der Investoren nicht vom Tisch.
Am Montag gibt es in Rangsdorf einen Behördentermin, zu dem alle Gemeindevertreter eingeladen sind. Wie Amtsdirektor Bernd Hohlstein der MAZ bestätigte, will man sich über luftfahrtrechtliche Belange informieren. Ihr Kommen zugesagt hätten unter anderen Vertreter des Landesamtes für Verkehr, ein Verkehrsplaner und ein Anwalt. Am 29. März ist eine nichtöffentliche Gemeinderatstagung zum Thema "Bücker" anberaumt.
Eindeutig positioniert hat sich bereits der SPD-Ortsverein. Er spricht sich in einer Presseerklärung gegen einen Flugplatz in Rangsdorf aus. "Eine Aufhebung des Gemeinderatsbeschlusses von 1994 mit dem Ziel, einen Flugplatz mit Sondernutzungsrechten in Rangsdorf zu etablieren, wird nicht die Unterstützung der SPD Rangsdorf finden", heißt es wörtlich.
Als Gründe werden genannt: "Ein Gewerbegebiet mit produzierendem Gewerbe, von den Emissionen gleich welcher Art ausgehen, ist inmitten einer Ortschaft unerwünscht, die sich dem sanften Tourismus verschrieben hat. "Wir bevorzugen stattdessen ein Gewerbe im Dienstleistungs- und Freizeitbereich." Die Betreibung eines Flugplatzes mit Sonderlanderechten sei nach Genehmigung durch die Gemeinde nicht mehr von ihr beeinflussbar. Außerdem könne die Gemeinde aufgrund des vorgelegten Konzepts der Interessengemeinschaft "Denkmalgeschütztes Bücker-Gelände" nicht mit einem Steuer-Mehraufkommen rechnen. Es drohten sogar Steuerausfälle, da mehrere Investoren für den Fall der Realisierung des Projekts an einen Rückzug aus Rangsdorf dächten.
Die SPD Rangsdorf hatte nach bekannt werden der Bücker-Ansiedlungspläne Bereitschaft zu Verhandlungen signalisiert. "Mit Bedauern mussten wir aber zur Kenntnis nehmen, dass die I.G. Bücker-Gelände medienwirksam unser Gesprächsangebot zurückgewiesen hat." Dadurch habe die I.G. Bücker-Gelände an Glaubwürdigkeit verloren. Der SPD-Ortsverein bildete eine Arbeitsgruppe, die sich mit einer "möglichst raschen, aber soliden Entwicklung" des Bücker-Geländes befassen will. Die Bürger sind zur Mitarbeit eingeladen.
Die Interessengemeinschaft "Denkmalgeschütztes Bücker- Gelände" wollte die Flugzeugbau-Tradition aus den 30er Jahren wiederbeleben und eine polnische Firma ansiedeln, die Oldtimer-Bücker-Maschinen herstellt. Auch das Rangsdorfer Unternehmen Rosenow, das Oldtimer-Autos restauriert, wollte auf das Gelände ziehen. Am 8. März gab die Interessengemeinschaft ihre Aktivitäten in Rangsdorf auf. Als Grund wurden "Unzuverlässigkeit und Desinteresse" der Gemeinde genannt. zurück

 
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