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Märkische Allgemeine Zeitung vom 24. Februar 2004 (Zossener Rundschau)

Ohne Straße keine Investoren
Gemeinde beteiligt sich an geplanter Anbindung zum
Ex-Flugplatzareal

GUDRUN SCHNECK

Bild vergrössernRANGSDORF • Die Gemeinde Rangsdorf beteiligt sich nun doch an den Kosten des Grunderwerbs für die geplante Straße entlang der Bahn zum Konversionsgebiet. Die Abgeordneten beschlossen, maximal 20.000 Euro dafür im Haushalt 2004 bereitzustellen, um das Gesamtprojekt zur Entwicklung der ehemaligen Militärfläche in Gang zu bringen. Unter Hinweis auf das schmale Ortssäckel hatte das Gemeindeparlament bisher die Forderung der Brandenburgischen Bodengesellschaft (BBG) – sie ist Eigentümerin des Gebietes – nach einer Kostenbeteiligung an der Straße abgelehnt. Die BBG wies die Kommune im Januar darauf hin, dass die gemeinsam beantragten Fördermittel ausbleiben, falls Rangsdorf seine Haltung nicht ändert. Zwar soll die Anbindestraße vom Bahnübergang zur Konversionsfläche später unentgeltlich an die Kommune Rangsdorf übertragen werden. Der Kauf der dafür benötigten Grundstücke dürfe aber nicht vollständig aus dem Sondervermögen des Landes Brandenburg (an ehemaligen Militärflächen) bestritten werden.

Da die Straße für das beabsichtigte Gewerbeareal und für die Entlastung des Ortskerns unverzichtbar ist, sagte die Gemeindevertretung jetzt die Kostenbeteiligung am Straßen-Grunderwerb zu. Die bisher fehlende Verkehrsverbindung zum Ex-Flugplatzgelände ist ein Hauptgrund dafür, dass sich die Fläche als Ladenhüter erweist. Transporte dorthin müssten auf dem Umweg durchs Wohngebiet (Seebadallee, Puschkinstraße, Walther-Rathenau-Straße) erfolgen. Das schreckt Investoren ab und ist für die Anwohner unzumutbar. Weitere Hürden für die Vermarktung sind der beschrankte Bahnübergang (seine Beseitigung ist vorgesehen) und die Denkmalschutz-Auflagen für Bauten der einstigen Bücker-Flugzeugwerft.

Der Fördermittelantrag bei der Landesinvestitionsbank, den Brandenburgische Bodengesellschaft und Gemeinde gemeinsam gestellt haben, betrifft den Abbruch denkmalgeschützter Gebäude, die Altlastensanierung auf dem früheren Flugplatzgelände und dessen Erschließung. Die Position der Denkmalschutzbehörde zum Abriss von Bauten steht noch aus (MAZ berichtete).

Seit 1999 ist die vormalige Militärfläche der sowjetischen Streitkräfte im Landesbesitz. Mehrere Ausschreibungen blieben erfolglos. zurück

 
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