INDEX
PRESSE
MUSEUM
GESCHICHTE
MODELLBAU
   
Märkische Allgemeine Zeitung vom 24. April 2001
 
Zum Streit um das Bücker-Gelände in Rangsdorf
Der Gemeinderat enttäuscht
 

Ich bin kein Mitglied der Interessengemeinschaft Bücker-Gelände Rangsdorf und gehöre keiner Partei an. Bürger der Gemeinde Rangsdorf bin ich seit 1964 und ich habe dieses Dorf lieben gelernt. Meine Hoffnungen nach der Wende waren, dass es nun besser wird, dass alte Traditionen in Rangsdorf wieder aufleben, von denen Alteingesessenen erzählten.
Als Wähler bin ich aber von der Tätigkeit des Gemeindeparlaments und des Bürgermeisters enttäuscht. Das trifft auch auf eine sehr breite Masse Rangsdorfer Bürger zu, insbesondere Alt-Rangsdorfer.
Am 5. April nahm ich an der Sitzung des Gemeindeparlaments teil. Meinen Unmut über die dort vorgetragenen Erklärungen konnte ich nur sehr schwer bezwingen. Was bewegt mich? Die Abgeordneten Heide Wolffgramm und Sylvia Muschinsky werden in der Erklärung des Bürgermeisters zu "Buhmännern" gemacht, weil sie andere Ansichten vertreten als Teile des Gemeindeparlaments und der Bürgermeister.
Die Erklärung der acht Abgeordneten, im wesentlichen die Fraktionen der SPD und PDS, macht der Interessengemeinschaft Bücker-Gelände und deren Befürwortern den Vorwurf, dass wegen der Thematik Bücker-Gelände andere wichtige Themen vernachlässigt wurden. Das kann so nicht hingenommen werden. Das Gemeindeparlament und auch das Amt sind verpflichtet, alle Probleme die das tägliche Leben in einer Gemeinde stellt auch zu bearbeiten. Darauf muss sich das Gemeindeparlament einstellen und seine Arbeit effektiv organisieren. Aufgaben vor sich herschieben erzeugt Hektik. Vorausschauende Arbeit und politisches Feingefühl sind gefordert. Das scheint in Rangsdorf zu fehlen.
Die Probleme der Beziehungen der Gemeinde Rangsdorf zur Gemeinde Groß Machnow bestehen seit der Amtsbildung. Also ein alter Hut.
Die Bemühungen Groß Machnows aus dem Amt Rangsdorf auszuscheiden sind länger vorhanden und beweisen, dass das Gemeindeparlament Rangsdorf bisher wenig zur Beilegung der Differenzen erreicht hat. Da wurde einiges verschlafen und erst durch den politischen Druck der Landesregierung werden konkrete Schritte eingeleitet. Es ist schwierig eine Heirat zwischen dem armen Bräutigam Rangsdorf und der reichen Braut Groß Machnow zu erreichen. Die beiden Erklärungen im Amtsblatt Rangsdorf vom 12. April enthalten keine selbstkritischen Gedanken. Andere sind schuld, wenn etwas nicht funktioniert.
Ein Wort könnte in Rangsdorf einmal zutreffen: " Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben". Vielleicht trifft es zu den nächsten Kommunalwahlen. Die beiden Erklärungen signalisieren eigentlich Bankrotterklärungen der Autoren.

Hubertus Tüngerthal, Rangsdorf ...zurück

 
  nach oben     HOME KONTAKT SERVICE IMPRESSUM GÄSTEBUCH