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Märkische Allgemeine Zeitung vom 24./25. August 2002

„Mit einem Bein im Gefängnis“
Rangsdorf schreckt vor Öffnung des Bücker-Areals am Denkmalstag zurück

Rangsdorf • Ob das Bücker-Gelände Rangsdorf am 7. und 8. September zum Tag des offenen Denkmals tatsächlich geöffnet wird, ist nicht mehr sicher - trotzdem der Gemeinderat dies Ende Juli mehrheitlich beschloss.
Bürgermeister Peter Gleich und Amtsdirektor Bernd Hohlstein lehnen es ab, eine Vereinbarung zu unterschreiben, wonach die Gemeinde den Flächeneigentümer Land Brandenburg von jeglichen Haftungsansprüchen freistellen soll. Solch ein Abkommen verlangt die Brandenburgische Bodengesellschaft (BBG) von Rangsdorf. Bernd Hohlstein: " Wenn wir das abzeichnen, stehen wir mit einem Bein im Gefängnis. Der Kommunale Schadensausgleich haftet nicht für Besucher von Gemeinde- Veranstaltungen."
Kommune, Unabhängiger Wählerbund UWB und Förderverein Bückermuseum wollen gemeinsam zum Tag des offenen Denkmals einladen.
Bereits zur Gemeinderatssitzung hatten Peter Gleich und Heinz Nätsch (Die Parteilosen Rangsdorf) wegen des Verfalls der einstigen Flugzeugwerft davor gewarnt, hunderte Menschen ungeschützt auf das frühere Militärareal zu lassen. Es setzte sich die Meinung durch, die Besucher wie voriges Jahr per Handzettel über das Betreten auf eigene Gefahr zu informieren.
Reinhard Weise, Leiter für Marketing bei der BBG wundert sich über die Reaktion von Bürgermeister und Amtsdirektor: " Voriges Jahr haben sie den exakt gleichen Text unterschrieben. Der einzige Unterschied ist, dass wir diesmal aus Kostengründen keine Aufsichtspersonen bereit stellen können. Wenn die Gemeinde nicht unterschreibt, müssen wir unser Einverständnis zum Tag des offenen Denkmals zurück ziehen. Wir können besondere Gefahrenstellen absperren, aber nicht die Gesamtverantwortung tragen."
An dem Wochenende sollen maximal zehn Bücker-Flugzeuge auf dem Ex-Hubschrauberlandeplatz aufsetzen. Dafür schließt der Bücker-Verein eine Luftfahrt -Haftpflichtversicherung ab. Vereinsvorsitzender Knut Hentzschel: "Sie kommt aber wirklich nur für Schäden im Zusammenhang mit der Fliegerei auf und nicht, wenn jemandem in einem maroden Bauwerk etwas auf Kopf fällt."
Unterschreibt die Gemeinde die von der BBG geforderte Vereinbarung nicht, wäre es also denkbar, dass die historischen Maschinen landen, der eigentliche Tag des offenen Denkmals - als dessen Krönung die Landungen gedacht sind - aber ausfällt. zurück

 
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