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Märkische Allgemeine Zeitung, 24. Oktober 2000

Erst Wohnungen, dann alles andere
Brandenburgische Bodengesellschaft sieht wenig Chancen für Bücker-Flugplatz

Rangsdorf • Erste Priorität auf der Konversionsfläche Rangsdorf hat der Wohnungsbau. Das stellte Alexander Riche, Teamleiter Vermarktung der Brandenburgischen Bodengesellschaft (BBG), gestern im Hinblick auf die beabsichtigte Ansiedlung eines Herstellers von Bücker-Flugzeugen klar. Die BBG verwaltet das dem Land gehörende Areal.
"Wichtig ist die Aktivierung der Gesamtliegenschaft. Da das Gewerbegebiet den kleineren Teil dieser Fläche ausmacht, setzen wir zuerst auf den Wohnungsbauinvestor. Er möchte dort 400 Einfamilienhäuser errichten. Diese Investition muss sich für ihn refinanzieren. Ein Werksflugplatz verträgt sich damit schwerlich", sagte Riche der MAZ.
Ein Grundstücks-Kaufvertrag mit der Berliner Wohnungsbaugesellschaft Gewobag liege im Entwurf vor. Er soll aber erst unterzeichnet werden, wenn klar ist, wie viele Wohnungen entstehen dürfen. Der Flächennutzungsplan wurde bisher nicht genehmigt, weil ein rascheres Wachsen der Einwohnerzahl vorsieht als der Regionalplan.
Beim Vermarkten der Gewerbefläche ist die BBG laut Alexander Riche "offen für alles, aber es muss wohnverträglich sein". Das Angebot, die Flugzeugproduktion und den ein Quadratkilometer großen Werksflugplatz am Ex-Militärstandort Jüterbog anzusiedeln, stieß bei der Interessengemeinschaft Historisches Bücker-Flugfeld Berlin-Rangsdorf GmbH & Co KG (in Gründung) nicht auf Gegenliebe. Deren Ziel ist es, die Bücker-Produktion an ihren Ursprungsort zurückzuführen.
Knut Hentzschel vom Förderverein Bücker-Museum: "Man hat den Eindruck, das die BBG nicht ernsthaft mit unserer Interessengemeinschaft verhandeln will." BBG-Vertreter Riche sagt dagegen: "Die Bücker-Interessenten sehen zu wenig die Gesamtliegenschaft und haben kein schlüssiges Finanzkonzept." zurück

 
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