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Märkische Allgemeine Zeitung vom 25. März 2003

Bücker hofft auf Bewegung nach Wahlen
Gebäude sind dem Verfall preisgegeben

URSULA CZERLINSKI

Rangsdorf • Bei den Bücker-Leuten ist immer etwas los - viele Mitglieder, zahlreiche Aktionen. 1995 als siebzehnköpfiger Förderverein Bücker-Museum Rangsdorf gegründet, konnte der erste Vorsitzende Knut Hentzschel zur Mitgliederversammlung am 22. März auf 113 Mitglieder, darunter 49 Modellbauer, verweisen. Als Höhepunkt der vergangenen zwei Jahre nannte er neben der Teilnahme an der Luftfahrtmesse Aero 2001 und der Internationalen Luftfahrtausstellung 2002 ein Treffen ehemaliger Bücker-Mitarbeiter am 7. September 2002.

An diesem Tag des offenen Denkmals sollten auch die Bücker-Anlagen nochmals zugänglich gemacht werden, was aber anders als im Vorjahr am Veto des Amts scheiterte. "In die Mühlen der verhärteten Fronten" kommunaler Politik wolle sich der Bücker-Verein, so Hentzschel, nicht mehr begeben. Zurückhaltung deshalb auch in Bezug auf die jüngste Idee zu einer Segelflug-Projektwoche, der Bücker offen gegenüber steht. Er hofft, bei den anstehenden Neuwahlen auf "frische Gesichter" in Amt und Gemeinde und Bewegung beim Thema Bücker.

Die Zukunft der seit 1994 leer stehenden Bauten des Bücker-Werkes sieht schlecht aus, denn nach der Notsanierung einiger Dächer in 2001 seien viele Gebäude Verfall und Vandalismus preisgegeben. Demnächst "werden wir über den Totaleinsturz des Werkes berichten müssen", prognostizierte Knut Hentzschel. Eine "Bückerstraße" wird es wohl nicht geben, möglicherweise könnte aber die Realschule Rangsdorf später den Namen des Firmengründers C. C. Bücker tragen. Positiv war die Bilanz des Museums. Im März 2001 eröffnet, kamen bis Jahresende 2030 Besucher, 2002 waren es 1609, 2003 schon 470 aus aller Welt, angezogen auch durch Aktionen wie die "Lange Nacht". Nach Ablauf der zehnmonatigen AB-Maßnahme wird das Museum ehrenamtlich durch Bücker-Mitglieder betreut. Aus Platzgründen können hier viele Ausstellungsstücke nicht gezeigt werden oder hängen bereits zusätzlich in luftiger Höhe. Vor einer Übersättigung warnte dann auch der für seine langjährige Mitarbeit bei der Forschung, bei Ausstellungen und Führungen ausgezeichnete Siegfried Wietstruk. Die jetzige Ausstellung mit dem neuen Modell des Bücker-Werksgeländes könnte übrigens bald mit bisher unbekannten Schätzen aus einem jetzt aufgekauften Privatarchiv ergänzt werden.

Mehrfach ausgezeichnet wurde die Bücker-Internetseite. Seit Mai 2000 online, kann sich demnächst der 22 222. Besucher über einen Freiflug freuen. Erfolgreich auch der Bücker-Shop, der Bücker-Kalender 2003 wurde zum Renner. In Wartestellung sind die Modellbauer: Die Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde für den neuen, 900 Meter südlich des jetzigen Geländes gelegenen Flugplatz steht noch aus.

Als ersten und zweiten Vorsitzenden bestätigten die 40 anwesenden Bücker-Mitglieder Knut Hentzschel und Klaus Lewandowski sowie Ralf Gaida für die Sparte Modellbau. Weitere Bücker-Aktionen etwa bei der Aero 2003, sind bereits geplant. zurück

 
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