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Märkische Allgemeine Zeitung vom 26. Januar 2001

Flugtage im Flair der 20er Jahre
Zu Pfingsten kommen mehr als 100 fliegende Oldtimer nach Rangsdorf

Rangsdorf • Mehr als 100 Flugzeug-Oldtimer aus ganz Europa werden zu den "1. Historischen Sportflugtagen" über Pfingsten in Rangsdorf erwartet. Obwohl noch keine offizielle Einladung verschickt wurde, hat sich das vom 2. bis 4. Juni geplante Ereignis unter Flugenthusiasten so herumgesprochen, dass bereits Zusagen aus der Schweiz, Großbritannien, Dänemark und Belgien vorliegen. Das gab Thomas Schüttoff vom Förderverein Bücker-Museum Rangsdorf gestern in Rangsdorf bekannt. " Wir wollen das Flair der 20er und 30er Jahre." Weder modernes noch militärisches Fluggerät sind erlaubt.
Mit der Flugschau will der Verein auf die von ihm beabsichtigte Wiederbelebung des einstigen Bücker-Werksgeländes und Sportflughafens aufmerksam machen. In einer Interessengemeinschaft "Denk- malgeschütztes Bückergelände" haben sich Investoren zusammengeschlossen, die dort Firmen ansiedeln möchten. In der ehemaligen Einfliegerhalle sollen wieder Bücker-Maschinen gebaut werden, für eine andere Halle hat das Rangsdorfer Unternehmen Fahrzeug-Restaurierung Rosenow einen Kaufantrag gestellt.
Heinz Bähr von der Brandenburgischen Boden Gesellschaft, Eigentümerin des Geländes, äußerte seine Sympathie für die Idee, auf historischem Boden historische Flugzeuge herzustellen und - wie es die Interessengemeinschaft vorhat - "gläserne" Werkstätten und ein Luftfahrtmuseum als Tourismus-Angebot einzurichten. Doch gebe es noch kein Gesamtkonzept für das Gelände und kein Baurecht. Zum Grundstückskauf sagte er: ;, Wir sind verpfIichtet, aus unseren Verwertungen Geld einzunehmen." Bürgermeister Peter Gleich sicherte der Interessengemeinschaft seine Unterstützung zu. Demnächst werde der Gemeinderat über die Aufhebung eines Beschlusses aus dem Jahre 1994 beraten, wonach in Rangsdorf kein Flugplatz wieder entstehen soll. "Einen Flugplatz wie in Schönhagen wollen wir auch nicht. Hier kann etwas anderes entstehen, worauf wir stolz sein werden", so Gleich.
Einen Teilerfolg hat die ansiedlungswillige Flugzeugbaufirma schon gelandet: Sie kann in Kürze eine Halle der Bäuerlichen Handelsgenossenschaft nahe des Rangsdorfer Bahnübergangs nutzen. Foto / zurück

 
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