INDEX
NEUES
PRESSE
MUSEUM
GESCHICHTE
MODELLBAU
   

>> Presseartikel <<

Märkische Allgemeine Zeitung vom 27. Januar 2005

Leserbrief


Zu „Für und Wider um Bücker“, MAZ am 11.1. Einseitige Sicht


In den Meinungsäußerungen über den Flugzeughersteller C.C. Bücker, die ich bisher in der MAZ las, erscheint dieser vorwiegend als Kriegsgerätehersteller, nicht wert der Erinnerung. Oder habe ich etwas übersehen? Etwa die Erwähnung der Häuser mit Garten, die Bücker für seine Beschäftigten bauen ließ und ihnen die Möglichkeit bot, diese zu günstigen Konditionen zu erwerben? Dieses soziale Engagement sollte nicht übersehen werden. Auch nicht die Fürsorge, mit der der Firmenchef, ehe er seinen Besitz verließ, den Familien Kaufverträge aushändigen ließ, wenn auch der Kaufpreis noch nicht bezahlt war. Habe ich etwa die Erwähnung der Flugzeuge überlesen, die Bücker für die diejenigen Leute bereitstellte, die vor der nahenden Ostfront Richtung Westen ausweichen wollten? Warum eine so einseitige Sicht auf das Leben eines Menschen, dessen Flugzeuge noch heute in aller Welt geflogen werden, auch in Ländern, die ehemals Deutschlands Kriegsgegner waren? Wie ist zu erklären, dass ausgerechnet ein polnischer Betrieb Bückerflugzeuge nachbaut und dies gern an traditioneller Stelle weitergeführt hätte? Ihm, die hier zu ermöglichen, wäre ein echter Akt der Aufarbeitung von Geschichte gewesen. In manchen der Leserzuschriften klingt es fast, als müssten wir uns schämen, dass Bücker sein Flugzeugwerk in Rangsdorf betrieb. Und es klingt, als hätten die Schreiber im Zweiten Weltkrieg alle den Kriegsdienst verweigert, so vehement wird Bücker verurteilt. die Bibel sagt sehr realistisch: Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.

Eva-Maria Krüger,

Rangsdorf

 

zurück

 
  nach oben     HOME KONTAKT SERVICE IMPRESSUM GÄSTEBUCH