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Märkische Allgemeine Zeitung vom 27. August 2001

Bunte Lichter, flotte Boote, wendige Flieger
Die Rangsdorfer Museen hatten am Wochenende erstmals zu einer langen Nacht eingeladen

RANGSDORF • Als die Sonne filmreif über dem See unterging, bildete sich zaghaft die erste Schlange am Bierstand. Das Europäische Eissegelmuseum und das Bücker-Flugzeugmuseum veranstalteten erstmalig und zeitgleich mit den Berliner und Potsdamer Einrichtungen eine lange Nacht des Museums.
Samstagabend präsentierten beide Museen bei freiem Eintritt ihre Exponate, zeigten mittels Videos und einer computeranimierten Präsentation auf der Leinwand Wissenswertes über das Fliegen, über Eissegeln und verwandte Sportarten wie Snowfen, Eisskaten und Eissurfen. Der Leiter des Eissegelmuseums Stefan Rothen führte durch das Programm, erfahrene Piloten fanden sich zum Erfahrungsaustausch und auch die Mitglieder des Fördervereins Bücker-Museum, an ihren (auch im Verkauf erhältlichen) T-Shirts mit dem Bücker-Aufdruck erkennbar, waren jederzeit in Gespräche zu verwickeln.
Großen Zuspruch fand bei Dunkelheit die Fahrt der beleuchteten Schiffsmodelle auf dem See. Das Schubschiff mit einzeln schaltbaren Positionslichtern und der schönen Deck- und Kabinenbeleuchtung beeindruckte hier besonders. "Ein Jahr lang habe ich daran gebaut", erzählt der junge Modellbauer und zielt per Knopfdruck mit einem schwenkbaren Wasserstrahl auf das vorbeifahrende Schiff. Sowohl die Flugzeug- als auch die Schiffsmodellbauer haben übrigens großen Zulauf: 17 Kinder und Jugendliche sind es im Bücker-Verein, die sich unter der Leitung von Ralf Gaida treffen, und auch die maritime Fraktion ist gefragt.
Michael Ansert vom Bücker-Verein schwebt trotz des schönen Museums am Strand noch immer eine ständige Ausstellung auf dem ehemaligen Bücker-Werksgelände vor. Das Museum für Verkehr und Technik in Berlin würde uns Flugzeuge aus seinem Fundus zur Verfügung stellen" , meint er, wohl wissend, dass dies vorerst ein Traum bleiben wird. Die Bücker- Tradition ist lebendig: " Wir haben auf unserer Internet-Seite auch Anfragen aus den USA", meint er. Träume sind erlaubt an diesem Abend. Bis 22 Uhr haben sich bereits fast 60 Besucher in die Gästeliste eingetragen, weitaus mehr sind aber, so Michael Lehnort vom Bücker-Verein, "einfach so mal durch die Räume gegangen". Sie vergrößern die Anzahl der bisher 1400 Besucher seit Öffnung des Museums im April, darunter Wissbegierige aus Holland, Italien und sogar von den Fiji-Inseln. zurück

 
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