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>> 4. Modellflugtreffen am Zar 2004 <<

"Ich kann nicht glauben, was ich hier sehe!“ Das war der beigeisterte Ausruf eines griechischen Teilnehmers beim Anblick des herrlichen Flugplatzes am ZAR. So erging es wohl allen Modellpiloten und das waren in diesem Jahr erstmals über Einhundert, welche meist in Begleitung ihrer Familien aus Griechenland, Tschechien, Polen und Deutschland angereist waren. Der gastgebende Segelflugverein stellte uns wieder den kompletten Sportflugplatz mit Hangarflächen und Werkstatt zur Verfügung. Herzlichen Dank an Bogdan Drenda und sein Team für die freundliche Aufnahme! >> www.glidezar.com

Für die ganz pünktlichen wurde am Mittwoch eine Busreise nach Krakau angeboten. Wir besuchten das dortige Luftfahrtmuseum, welches zu seinen Schätzen auch Stücke aus der ehemaligen „Göring-Sammlung“ zählt.

Es folgte ein Spaziergang entlang der Weichsel in die phantastische Krakauer Altstadt, die man unbedingt einmal
gesehen haben muss.

Zurück im Hotel wurden wir durch ein großes Flugmodell mit herrlichem Sound begrüßt. Jörg Masche war inzwischen angereist und hatte seine große Wilga im Maßstab 1:3 dabei. Im deren Bug blubberte ein 210 ccm Sternmotor. Jörg beherrscht das Modell perfekt und konnte es kaum erwarten, große Segler
in ihr Element zu bringen – nun, er sollte viel zu tun bekommen (VIDEO).
Ab Donnerstag trudelten weitere Teilnehmer ein. So auch Heiko Baumgärtner mit seinen riesigen Nachbauten polnischer Segelflugzeuge (www.hb-modellbau.de). Er war mit seinen Kumpels Gerd und Rene angereist. Aus dem großen Anhänger holten sie dann Bocian, Puchacz, Jantar, Fox und auch noch eine Wilga zum schleppen. Spätestens jetzt war klar, dass hier am Wochenende eine Modellflugschau auf hohem Niveau stattfinden würde.
Am Samstag zum Pilotenbriefing konnten wir dann viele alte Bekannte aus der polnischen Modellflugszene begrüßen. Der Bürgermeister der Gemeinde dankte uns für unsere Teilnahme und wünschte gutes Gelingen – eine nette Geste die wir zu schätzen wissen. Das Modellbauteam aus Krakau überraschte uns in diesem Jahr mit einem Geschenk. Der aufmerksame Leser erinnert sich. Wir hatten den Jungs beim Treffen 2003 einen Benzinmotor ZG38 überreicht. Inzwischen haben sie gemeinsam ein Modell dafür gebaut. Die PZL S-4 „Kania“. Das Original wurde früher am Zar als Schleppflugzeug eingesetzt. Ein Rumpf für das Modell mit kompletter Baudokumentation fand nun seinen Weg von Krakau nach Rangsdorf, vervollständigt mit dem Krakauer Drachen als Glücksbringer.

Dankeschön!

Die Flugveranstaltung am Samstag und Sonntag war durch die Verantwortlichen perfekt vorbereitet worden. Stellvertretend möchte ich hier Piotr Piechowski (www.piotrp.de)
und Roman Bialoskorski nennen. Die beiden haben mit Ihren Helfern einen super Job gemacht. Von der Senderabgabe mit Frequenzkontrolle über die Flugleitung bis zur Moderation, es hat alles geklappt. Das war sicherlich nicht immer einfach, hatten doch viele Teilnehmer keinerlei Erfahrung mit einer Flugveranstaltung dieser Dimension.
Geboten wurde den zahlreich erschienen Besuchern alles, was Modellflug zu bieten hat. Da hier der Bau von Segelflugmodellen sehr verbreitet ist, wurde natürlich viel F-Schlepp gezeigt. Tino begeisterte in diesem Jahr mit einer neuen Kunstflugmaschine. Er bohrt nun eine Extra300 durch die Luft, natürlich in gewohnt gekonnter Weise. Obwohl eine Modellturbine offensichtlich immer wieder eine technische Herausforderung ist, konnte Tino auch diese vorführen.
Für den Samstag hatten sich die Veranstalter etwas ganz besonderes einfallen lassen. Jerzy Makula, mehrfacher Weltmeister im Segelkunstflug, flog eine perfekte Kür über dem Platz mit anschließender Landung vor den Flugmodellen im einzigen Exemplar des Solo-Fox.
Nun war der Moment für Rene gekommen. Er ließ seinen 5,6m Fox
von Jörgs Wilga unter die Wolken schleppen um dann mittels an den Flügelspitzen montierten Rauchpatronen ebenfalls Kunstflugfiguren an den Himmel zu zaubern. Herr Makula zeigte sich außerordentlich beeindruckt und signierte danach gerne das Seitenruder von Renes Fox und weitere Flugmodelle.

Es gab also Gründe genug, am Abend tüchtig zu feiern. Leider ließ ein heftiges Gewitter den geplanten Grillabend aller Teilnehmer buchstäblich „den Bach runtergehen“. Also nahmen wir alle Räumlichkeiten des Vereinshotels in Anspruch oder einfach gesagt: “Party in allen Sälen“. Roman hatte einen Beamer besorgt und so konnten wir u.a. auch den Flug des großen „Moazagotl“ von Michael Künzl nacherleben, denn dort war eine Kamera mit geflogen. Nebenbei wurde getestet, ob sich an der guten Qualität des regionalen Biers der Marke Zywiec etwas verändert hat. Nee, hat es nicht – schmeckt immer noch bestens…

Der griechischen Truppe wurden am Sonntag als Prämie für die weiteste Anreise kleine Flugmodellbausätze überreicht. Eine Spende aller deutschen Piloten hatte das ermöglicht. Die Jungs konnten es gut gebrauchen, war doch die Verlustrate ihrer kleineren Segler beim Start im Schlepp relativ hoch. Hier war der Rasen für die Modelle einfach nicht kurz genug – ein Schwachpunkt, welcher im nächsten Jahr unbedingt beseitigt werden muss!
Und es gibt schon diverse Anfragen zum Termin 2005. Verwunderlich ist das kaum, denn wer einmal am ZAR gewesen ist, der muss da wieder hin.

Bis zum nächsten Jahr!
Ralf Gaida

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Interessante Links zum Thema:
www.glidezar.com
www.modelpartner.ig.pl
www.sonix-rc.com
http://www.modelmaking.pl                    VIDEO von Mucha Doppelschlepp mit WILGA von Jörg Masche

 
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